Einer von sieben Multi-Touch-Tischen, 2016 / Dr. Verena Sohns

Ziele und Methoden

In der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel haben Besuchende die Möglichkeit, sich selbstständig forschend und entdeckend mit den Themen Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus zu beschäftigen. Geschichtsbilder werden auf diese Weise hinterfragt und eigene Positionen entwickelt. Das daraus resultierende reflektierte Geschichtsbewusstsein fördert die Entwicklung von Beurteilungsmaßstäben und Handlungskompetenzen für Gegenwart und Zukunft.

Anhand verschiedener Biografien und Dokumente arbeiten die Besuchenden multiperspektivisch und schulen ihren Umgang mit unterschiedlichen Quellen. Diese beziehen sich auf den historischen Ort bzw. die Gedenkstätte.

Das Geschehen für die Schüler_innen wird dadurch greif- und begreifbarer. Neben dem Umgang mit verschiedenen Quellen, fördert auch die methodische Vielfalt der Workshop-Angebote die Deutungs- und somit auch die Reflexionskompetenz der Besuchenden und verdeutlicht ihnen den Konstruktcharakter von Geschichte.

Ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit sind die neu konzipierten Multi-Touch-Tische, an denen die Besuchenden individuell und interaktiv die verschiedenen Dokumente und Biografien individuell erforschend entdecken.