Foto: Martina Staats

Schicksalsklärung

Ein zentrales Anliegen der Gedenkstätte ist die Beantwortung von Anfragen zur Schicksalsklärung durch Angehörige von Hingerichteten und ehemaligen Gefangenen. Die Mitarbeiter_innen unterstützen die Angehörigen bei ihrer Suche nach Informationen und historischem Quellenmaterial. Eine enge Zusammenarbeit mit den einschlägigen Forschungsstandorten ist hierfür Voraussetzung. Nach Möglichkeit bearbeiten die Mitarbeiter_innen die Anfragen selbst oder sind dabei behilflich den Kontakt zu den Archiven, insbesondere dem Niedersächsischen Landesarchiv Standort Wolfenbüttel herzustellen.

Der Kontakt zu Angehörigen besitzt auch abseits von Nachforschungen zu Einzelpersonen einen hohen Stellenwert innerhalb unserer Gedenkstättenarbeit. Mit einem direkten zeitlichen Bezug zum Jahrestag der Befreiung des Strafgefängnisses Wolfenbüttel am 11. April 1945, findet jährlich ein Treffen von Familienangehörigen statt. Hier können sich die Betroffenen untereinander über ihre Erfahrungen austauschen. Gleichzeitig wird der Kontakt zu den Mitarbeiter_innen der Gedenkstätte gefestigt. Ein fester und wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung ist die gemeinsame Gedenkzeremonie im ehemaligen Hinrichtungsgebäude.