Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

Im damaligen Strafgefängnis Wolfenbüttel war 1937 eine von zwei zentralen Hinrichtungsstätten für Norddeutschland errichtet worden. Bis zum Ende des Nationalsozialismus wurden hier mehr als 600 Todesurteile der deutschen Justiz vollstreckt.

Die Gedenkstätte in der heutigen Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel dokumentiert mit zwei Dauerausstellungen und einer Wanderausstellung die Entwicklung der Justiz und des Strafvollzuges im nationalsozialistischen Deutschland. Sie betreibt Forschungsarbeiten zur Geschichte der Justiz im NS-Staat und recherchiert Schicksale ihrer Opfer, insbesondere für die Angehörigen Hingerichteter und ehemaliger Inhaftierter.

Ihre Bildungsangebote umfassen Seminare und Führungen, Projekttage für Schulgruppen oder andere Bildungseinrichtungen sowie Fortbildungsveranstaltungen u.a. für Lehrkräfte, Richter, Staatsanwälte und Justizreferendare. Didaktische Materialien und entsprechende Quellenhefte ermöglichen eine themenorientierte Vor- und Nachbereitung der Gedenkstättenbesuche.

Besuch und Betreuung von Besuchergruppen und Einzelpersonen sind nur nach Voranmeldung und nach Maßgabe der Sicherheitsbestimmungen für Besuche in den niedersächsischen Justizvollzugsanstalten möglich.

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